Weisheiten über die Liebe

 

Eine Liebeserklärung

Ich möchte dich lieben, ohne dich einzuengen,
dich wertschätzen, ohne dich zu bewerten,
dich ernst nehmen, ohne dich auf etwas festzulegen,
zu dir kommen, ohne mich dir aufzudrängen,
dich einladen, ohne Forderungen an dich zu stellen,
dir etwas schenken,
ohne Erwartungen daran zu knüpfen,
von dir Abschied nehmen,
ohne Wesentliches versäumt zu haben,
dir meine Gefühle mitteilen,
ohne dich für sie verantwortlich zu machen,
dich informieren, ohne dich zu bevormunden,
mich um dich kümmern,
ohne dich verändern zu wollen,
mich an dir freuen, so wie du bist.
Wenn ich von dir das gleiche bekommen kann,
dann können wir uns wirklich begegnen
und uns gegenseitig bereichern.

Zärtlichkeit ist mehr als streicheln, in den Arm nehmen,
dir durch die Haare wuscheln
Zärtlichkeit ist hinschauen, hinhören, hinfühlen
was dir, was mir gut tut ohne jemandem zu schaden

Die Binsenwahrheit:
"Du bist anders als ich" muß auch erst gelebt werden

Deine Zärtlichkeit mir gegenüber ist so schlicht und unaufdringlich
daß ich sie manchmal gar nicht merke

Wenn Du mich anfasst, fühle ich mich angegriffen nicht be-griffen

Die Wärme deiner Nähe bringt sogar meine Eisblumen zum Schmelzen

Mein Himmel hängt voller Geigen, ich liebe Dich,
ich verliere mich in Dir
Nur: Wo und wie find ich mich dann wieder ?

Geliebt werden, das kann heißen
nach einem langen Tag
von einer weißen Handvoll Hund
stürmisch begrüßt zu werden

...voneinander
gefesselt sein
und doch
keine Ketten
anlegen

(Kristiane Allert-Wybranietz)


Ich wollte
dich fesseln,
und wusste doch,
dass Gefangene
ihren Wächter nicht lieben.
So habe ich
die Bänder gelöst,
und spüre nun,
wie gut es ist,
wenn keine Fesseln
an einer Liebe scheuern

(Kristiane Allert-Wybranietz)


Nimm alles von mir
- heute -
aber meine nicht,
was ich dir heute gebe,
gehöre dir
folgerichtig (!)
auch morgen noch.

(Kristiane Allert-Wybranietz)



DIE BANDE ZWISCHEN UNS

Die Bande zwischen uns
sind nicht mehr
zart.
Aus all deinen
Erwartungen und Wünschen
hast du ein Seil
gedreht,
das mich
einschnürt, engt
und oft den Atem nimmt.
Liebe aber muß atmen können.
(Kristiane Allert-Wybranietz)

Ich wollte dich wie du bist, während du auf der Suche bist ,
mit der Welt um dich herum in Beziehung zu treten.
Ich wollte deine Entscheidungen ehren,
auf welche Weise du deine Lektionen lernen möchtest.
Ich weiß, dass es wichtig ist, dass du genau der Mensch bist,
der du sein möchtest und nicht der, den ich oder andere erwarten.
Es ist mir klar, dass ich nicht wusste, was für dich das Beste ist,
obwohl ich vielleicht manchmal meinte, es zu wissen.
Ich war nicht dort wo du warst, und ich habe das Leben nicht
aus deinem Blickwinkel sehen können.
Ich weiß nicht, welche Lernaufgaben du dir ausgesucht hast,
noch wie du sie lösen möchtest,
noch welche Zeitspanne du dir dafür vorgenommen hast.
Ich habe nicht aus deinen Augen geblickt,
wie konnte ich also wissen, was du benötigst?
Ich wollte dich nicht nur dann lieben, wenn du dich so verhältst,
wie es meiner Vorstellung entsprach und wenn du an die
gleichen Dinge glaubtest wie ich.


Von meinem Punkt aus sehe ich, dass es vielerlei Möglichkeiten gibt,
die verschiedenen Seiten unserer Welt zu betrachten und zu erfahren.
Ich versuchte nun rückhaltlos jede, deiner Entscheidungen
zu akzeptieren in jedem beliebigen Augenblick.
Ich fälle kein Urteil mehr, denn wenn ich dir dein Recht auf
deine Entwicklung abspräche, so würde ich damit dasselbe
auch mir und allen anderen absprechen.
Ich gestehe dir das universale Recht auf freie Entscheidung
zu, deinen eigenen Pfad zu wandeln und voranzuschreiten oder
eine Weile auszuruhen, je nach dem was für dich gerade
das Richtige ist.
Ich werde mir kein Urteil mehr erlauben, ob diese Schritte groß
oder klein sind, leicht oder schwer, aufwärts oder abwärts führen,
denn das war nur meine eigene Sichtweise gewesen.
Ich weiß, dass wir jeder auf einmalige Weise lernen,
wie wir Liebe und Weisheit zu dem großen Ganzen
zurück bringen können.

Ich werde daran arbeiten, dich zu verstehen.